Archiv für die Kategorie „Erotik alter Meister“
Veronika Mosch
Das Bildnis der Veronika Mosch, wurde von Alfons Jerôme gemalt. Alfons schuf dieses Portrait seiner Ehefrau Veronika Mosch zu ihrem 35. Geburtstag. Wie er selbst sagte: "Um ihr zu zeigen, daß ich immer noch Feuer und Flamme für dieses Vollblutweib bin."
Gerüchte besagen allerdings, daß Veronika darauf bestand, daß er sie noch vor der ersten Schwangerschaft verewigte. Das eigentliche Nacktportrait, das Alfons von ihr zeichnen wollte, ließ Veronika aus unerklärlichen Gründen nicht zu. Sie bestand darauf, Hüft- und Büstenhalter anzulassen.
Kurz nach der Entstehung dieses Werkes wurde Veronika Mosch denn auch trächtig und brachte Alfons einzigen Sohn Alfred Jerôme zur Welt. Sie soll seinem Wunsch, das Kind in einem Aufzug zur Welt zu bringen, nicht nachgekommen sein. Allerdings behaupten drei Frauen, die es eigentlich wissen müssen, daß zumindest die Zeugung des Kindes wohl in einem Fahrstuhl stattgefunden hat.
Aus dieser Zeit stammt auch Alfons Jerômes Meisterwerk "Hyperventilieren im Fahrstuhl" Das Gemälde ist eine Hommage an seine asthmatisch geprägte Jungendzeit. Denn der spätere Erfinder des nippelfreien Büstenhalters neigte als Kind immer wieder zu schweren Asthma-Anfällen.
Art of Suku Himoto
Weit weniger traditionell als erwartet präsentiert sich die japanische Gegenwartskunst des Suku Himoto.
In seinem Werk “Die Pfirsichblüte” malt er mit ungewöhnlich schwungvoller Hand, das Portrait der Göttin Seiobo, die der Überlieferung nach in ihrem Garten Pfirsiche ihr Eigen nennt, die Unsterblichkeit verleihen, wenn man davon isst.
Mit seinen kaligraphisch präzisen Strichen strebt Suku nach der Unsterblichkeit und Perfektion, die einem Künstler wie ihm zusteht. Ganz im Gegensatz zur europäischen Dekadenz, wo man Frauen anbetet deren Körperfülle lediglich einem Sumo-Ringer anstünde. Himoto hat einige Tage in Deutschland gearbeitet und beurteilt die kulturellen Erfahrungen, die dabei machte durchweg als negativ. Seiner Meinung nach besteht die deutsche Kultur ausschließlich aus Fressen, Saufen und Schunkeln.
Luftwaffenhelferin hält stand
Die Luftwaffenhelferin hält stand ist das letzte bekannte Gemälde von Fritz Kolltau. Der Kunstmaler und Illustrator verstarb 1943 in Frankfurt am Main mit einem Durchschuss der Lunge.
Was uns der Maler mit dem Bild sagen wollte ist nicht ganz klar. Sicher ist nur, daß das Grundmotiv mit dem Slogan, die Luftwaffe hält stand als politisches Plakat Ende 1943 in Berlin und anderen Großstädten, des Reiches ausgehängt wurde.
Auffällig ist, daß die beiden Männer auf dem Bild in der Plakatversion nicht mehr zu sehen sind. Vermutlich hält die Luftwaffenhelferin auf diesem Bild eher den Bemühungen, des Reichsführers, der sich offenkundig mehr für Luftwaffenhelferinnen und Panzerfräuleins in Strapse als für die feindlichen Bomber interessierte und nicht etwa den Alliierten stand. Fritz Kolltau jedenfalls fiel angeblich unmittelbar, nach dem Auftauchen der ersten Plakate.
Wer die portraitierte Luftwaffenhelferin war lässt sich bis heute nicht ermitteln. Allerdings spricht vieles dafür, daß es sich bei dem Mädchen um die Bauerstochter Elisabeth Petters, aus Diekhusen in der Nähe von Brunsbüttel handelt. Gerüchten zufolge brachte sie 1944 einen Jungen zur Welt mit dem Namen Bruno zur Welt. Bis zu ihrem Tod hat Elisabeth Petters steif und fest behauptet, die Geburt ihres Sohne sei eine jungfräuliche gewesen.
Der Europäer
Ein sehr schönes und durchaus erotisches Meisterwerk des frühen 19. Jahrhunderts ist das Gemälde “Der Europäer”. Gemalt von Sir Jonathan Menswood (1791 – 1853) aus Critporn Castle, Wales.
Das Porträt des Europäers entstand um 1832 in der Stadt Tokat. Es stellt einen jungen Reisenden dar, der im Verlauf seines Besuchs an einem kleinen provinziellen Hofstaat im Osmanischen Reich unbeabsichtigt die Tür zum Hamam des Harems von Herrscher Iznogud geöffnet hatte.
In – Out
Tatsächlich tauchte in besagter New Yorker Galerie nun auch das letzte bekannte Meisterwerk von Maurice Vigoun auf. In – Out weist im Gegensatz zu früheren Werken des Künstlers wesentlich rundere Formen auf, so daß man vermuten darf, daß der Künstler sich von seinen kubistischen Neigungen verabschiedet hat. Es handelt sich erneut um ein Portrait von Collette. Offenbar ein Akt in Öl. Scheinbar fließen die Umrisse des Körpers mit den Umrissen des Hintergrundes in einander und symbolisieren das Eins von Leib und Welt.
Die Beziehung zwischen dem Künstler und seiner Geliebten war wohl von heftigen Gegensätzen geprägt, wie aus einem ebenfalls nun bekannt gewordenen Briefwechsel zwischen Collette und ihrer Schwester Marianne zu entnehmen ist. Diese Briefe klären auch den Verbleib des Künstlers in seinen letzten Lebensjahren und warum keines seiner Werke aus dieser Phase bisher das Licht der Öffentlichkeit erblickte.
Nachdem der Künstler seiner geliebten Collette nach New York gefolgt war, begann für den sowieso schon als scheu geltenden Maler ein regelrechtes Martyrium. Wie sich den Briefen entnehmen lässt verlangte Collette, daß der Maler sich ausschließlich mit Portraits von ihr beschäftigte. Sie soll ihn sogar eingesperrt haben und ihm das Essen verweigert haben, wenn es ihm nicht gelänge sie realistischer wiederzugeben.
Es muß eine schwere Zeit für den Maler gewesen sein, der so gar nicht gegenständlichen Kunst neigte. Collette kannte aber kein Erbarmen, sie zwang Maurice Vigoun bis zu seinem Lebensende Portraits von ihr anzufertigen. “Und schön sollte es schon sein”, schrieb sie ihrer Schwester immer wieder. Nun, um sehenswerte Kunst handelt es sich beim Spätwerk Vigouns wohl eher nicht, was auch klar ist, wenn eine gelernte Friseuse den Weg des Pinsels bestimmt.
Collette in New York
Ein spätes Meisterwerk von Maurice Vigoun (1893 – 1932) wird in einer kleinen New Yorker Galerie zum Verkauf angeboten. Das Werk mit dem Titel “Collette in New York” befand sich seit seinem Entstehungsjahr 1926 im Besitz von Collette Mourier für die der französische Maler es seinerzeit als Geschenk gemalt hatte. Nun nach dem Tode der Lebedame habe die Erben es zum Kauf angeboten. Das Mindestgebot steht derzeit 25.000 Dollar.
Die Malerei von Vigoun wird irgendwo zwischen Picasso und Theo van Doesburg angesiedelt und häufig als kubistischer Dadaismus bezeichnet.
Maurice Vigoun selbst sagte über sein vorletztes Bild: Es zeigt uns die fundamentale Zentrifugalkraft geometrisch reiner Formen auf den weiblichen Torso.
Es erscheint nicht unwahrscheinlich das Vigouns letztes bekanntes Bild “In – Out” sich ebenfalls im Besitz der Erben von Collette Mourier befindet, weil der Künstler nach seinem Besuch bei Collette in Paris, öffentlich nicht mehr in Erscheinung getreten ist. Man vermutet, daß er fortan bei Miss Mourier in aller Abgeschiedenheit gelebt hat. Es bleibt die Hoffnung o daß auch dieses letzte Bild bald wieder der Öffentlichkeit präsentiert werden kann.
Schönheit im Walde
Nach nunmehr dreißig Jahren, ist Hermann Wildesheimers (1903–1948) Bild “Schönheit im Walde” wieder aufgetaucht.
Das Gemälde war aus dem Senioren Wohnsitz “Zur Hubertus-Ruhe” im Jahre 1979 gestohlen worden. Seither galt es als verschollen, da man vermutete ein ehemaliger Gast des Wohnsitzes hätte es heimlich mit ins Grab genommen. Doch seit seinem Wiederauftauchen in einem Katalog der Galerie Lichtwind lässt sich der Weg des Bildes in den letzten dreißig Jahren nachvollziehen.
Ein Pfleger hatte das Bild gestohlen und an einen Sammler als angebliches Rubengemälde verkauft. Doch der Käufer war skeptisch und gab eine Expertise in Auftrag.
Der Experte, der das Gemälde untersuchen sollte, hatte einen Autounfall und der Käufer war wenige Tage später an einer Schrotladung in einem Hasenbraten erstickt. So wartet die “Schönheit im Walde” geschlagene dreißig Jahre im Keller der Galerie Lichtwind auf ihre Wiederentdeckung. Schließlich fand eine Putzfrau, daß verstaubte Bild und fand es so schön, daß sie versuchte mitzunehmen, da sich offenbar niemand dafür interessierte. Nun wurde die Frau bei dem Diebstahl erwischt und das Gemälde so per Zufall wiederentdeckt. Beim Rahmen des Bildes entdeckten die Experten, daß auf der Rückseite der Leinwand eine erste Version des Machwerkes mit einer Variante des Motives zu finden war. Ein solches Doppelbild galt für Wildesheimers als typisch. Der Mann, der am Rande des Existenzminimums lebte war sparsam und verwendete Leinwände regelmäßig doppelt. Das Motiv auf der Rückseite des Bildes ist um ein Selbstporträt des Künstlers erweitern. Experten streiten noch darüber, welche Version als Original gelten soll.
Hasenjagd
Die Hasenjagd von Manfred Zenner zeigt in klassischer Weise, wie sich die Oberschicht um 1930 zu amüsieren pflegte. Schon lange vor dem Auftauchen der ersten Hasenohren für die Frau, war es in ländlichen Regionen üblich während der Schonzeit Frauen beim der Hasenjagd einzusetzen. Bei solchen Gelegenheiten ließ der Jägersmann die Doppelläufige auch mal zu Hause und begnügte sich damit den einen oder andern Hasen mit der einschüssigen Flinte zu erlegen.
In seltenen Fällen wurde auch Hunde eingesetzt, um das Wil aufzuspüren. Das Gemälde von Manfred Zenner jedoch zeigt eine Jagd im kleinen Rahmen, wo der Gutsherr wohl ausschließlich sein eigenes Personal einsetzt. Solche Hasenjagden wurde früher aber auch im großen Stil organisiert, bei denen an die hundert Hasen keine Seltenheit waren.
Bei derartigen jagdlichen Großereignissen kam es nicht selten vor, daß sich auch feinere Damen der Gesellschaft unter die Hasen mischten. Meist handelte es sich dabei um Frauen, deren Männer sich meist lieber an den Rock ihrer Magd hielten, als den ihrer Ehefrau.