Horst Schlämmer erobert Afrika
Zum Auftakt seiner Wahlkampange besuchte Horst Schlämmer in dieser Woche den Kongo. Unterstützt von einem Konsortium der Bauwirtschaft erklärte Horst der hungernden Bevölkerung, er sei gekommen um Brücken zu bauen. Brücken, bei den Armen von den Reichen.

Warum er überhaupt in Afrika in den Wahlkampf zur Bundestagswahl ziehe erklärte Horst Schlämmer mit den Worten: “Das muß man ja global sehen. Ich will schließlich Kanzler aller Deutschen, ja aller Menschen werden.”
Zum Kanzler der Herzen wurde Horst bereits von seinen neuen, afrikanischen Freunden und einiger übersättigter Damen der Gesellschaft gewählt. Nun muß er seinen Harndrang nur noch in Stimmen umwandeln und die Sache ist geritzt.
“Afrika ist nur der Anfang”, erklärte Schlämmer lautstark, als er in der klimatisierten Limousine stieg und weiter nach Angola fuhr. “Heute der schwarze Kontinent, morgen schon Österreich-Ungarn.”
“Wussten Sie, daß über 50% der Wähler Frauen sind?” dozierte Horst Schlämmer, während er die Vorhänge im Fond seines Bentley schloss. “Das heißt doch, ich kann ausschließlich mit den Stimmen der Weiber gewinnen. Und da bin ich ein Magnet, wenn Sie wissen was ich meine!”
Der Spiegel-Reporter wusste, was Schlämmer meinte und suchte vergeblich im Fond der Limousine nach einer Kotztüte. Was in die Recherchespesen auch eine Lederreinigung der Bentley-Rücksitze mit einschloss.
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