Pornwars – Das erotische Labyrinth

Pornwars - Das erotische Labyrinth Es war der Tag nach Wolfgangs 17. Geburtstag, er erinnerte sich noch genau. Nach der Feier war er noch etwas mitgenommen. Es war seine erste richtige Geburtstagsfeier gewesen und seine Mutter hatte sich früh ins Bett gelegt. Sie sagte etwas davon, daß es ihr nicht so gut ginge. Aber das kannte Wolfgang schon. Irgendwie ging es seine Mutter nie wirklich gut, wenn Wolfgang sich mit seinen Freunden und Klassenkameraden traf.

Mutti auf dem Bett Doch als er nach dem Aufstehen seine Mutter nicht wie sonst, im Bademantel mit Lockenwicklern in der Küche vorfand war er ein wenig irritiert. Er öffnete nach zweimaligem Klopfen die Tür zum Schlafzimmer seiner Mutter und fand sie noch im Bett liegend. Scheinbar war sie wirklich krank. Ihre Augen waren starr an die Zimmerdecke gerichtet, aber sie sah ihn nicht wie er sich über sie beugte. Er fühlte ihren Puls, der nicht mehr da war und überlegte was er nun tun sollte. Einen Arzt rufen? Seine Mutter vorher wenigstens noch anziehen? Ihr die Augen schließen, oder ihr einfach nur die Bettdecke über den Kopf ziehen. Dazu müsste er sie leicht anheben und wer weiß schon was unter so einer Decke so alles verbarg.

Schade, daß er keinen Vater mehr hatte, der hätte ihm sicherlich den richtigen Rat geben können. Obwohl, wenn er so drüber nachdachte, wahrscheinlich eher nicht. Sonst wäre er damals sicherlich nicht einfach verschwunden. Also rief er erst mal die Polizei

Als die endlich eintraf, wurden Wolfgang alle weiteren Entscheidungen abgenommen. Eine Frau vom Jugendamt kam nur eine Stunde später und nahm den Jungen in Gewahrsam. Gleich nach der Beerdigung kam er in ein Wohnprojekt für minderjährige alleinstehende Kinder, anstatt zu seiner Tante Trude und blieb dort bis er zwanzig war. Mit 23 hatte er eine Ausbildung zum Industriekaufmann abgeschlossen und lebte seitdem als Single in einer deutschen Großstadt in der er auch beerdigt werden will. Aber oft hat Wolfgang sich gefragt, wie sein Leben wohl verlaufen wäre, wenn seine Mutter nicht an seinem 17. Geburtstag gestorben wäre oder er doch zu seiner Tante Trude gekommen wäre.

Leser
Heute: 771
Online: 4
Gesamt: 3348