Von der Hausfrau zur Frau
Am Beispiel von Redd Adaire zeigt sich, wie sehr sich eine Frau verwandelt, wenn sie von der Hausfrau zur Berufstätigkeit mutiert. Wenn man mal voraussetzt, daß Miss Adaire im Pyjama Kaffee getrunken hat und sich, als der Mann endlich aus dem Haus war, etwas bequemes, nämlich T-Shirt und Jeans angezogen hat, so kann man sich ungefähr vorstellen, welchen Eindruck Redd zu diesem Zeitpunkt vermittelt hat.
Redd Adaire regierte erst, als ihr Mann seinen Unmut und sein ungespieltes Desinteresse mit der angedrohten Scheidung krönte. Natürlich versuchte sie über die Kleidung ein wenig von ihrer früheren Attraktivität zurück zu erlangen, doch es war ja nicht nur die Kleidung, sondern das Hausfrauendasein an sich. Durch die permanente Unterforderung und die fortwährende Einsamkeit hatte sich ein gewisser Schlendrian eingestellt.
Dieser Schlendrian verhindert auch, daß Redds neue Gewandung den gewünschten Erfolg hatte. Sie trug zwar ein langes, elegantes, schwarzes Kleid mit schicken roten Pumps, aber ihre Schlampigkeit blieb das Hauptproblem.Immer wieder schauten bei der Küchenarbeit ihre Brüste heraus, sie vergaß das Kleid an der Seite zu schließen, die Schuhe waren auch nicht auf Hochglanz geputzt. Das Resultat waren einige bemühte Begattungsversuche auf dem Küchentisch, aber sonst nichts.
So konnte das ja nichts werden und ihr Mann machte mit der Scheidung ernst. Das bedeutete für Miss Adaire einen tiefen Einschnitt in ihr bisheriges Leben. Sie mußte sich zum Lebensunterhalt einen Job suchen, denn in ihrer jetzigen Verfassung war es ihr nicht mehr möglich sich innerhalb von wenigen Stunden einen neuen Mann zu angeln. Das Hausfrauendasein hatte sie beinahe zerstört.
In den ersten Bewerbungsgesprächen versucht es Redd mit der klassischen Brechstange. Sie wußte ja, daß sie einiges unter der Bluse hatte und sie war es gewohnt, wenn sie ihre Freunde ins Spiel brachte, die Männer förmlich auf den Knien zu sehen. Leider traf das wohl nicht für den durchschnittlichen Personalchef zu. Diese Gattung Mann bediente sich zwar schnell und reichlich, aber einen Job bekam sie deshalb nicht.
Nachdem sie endlich eingesehen hatte, daß es so nicht ging, lernte sie Französisch, wurde zur Korrespondentin für Fremdsprachen.
Sie kleidete sich ordentlich mit Rock und Bluse und fand auch tatsächlich einen Job in einer Großbäckerei. Es sollte niemanden weiter wundern, daß es keine 6 Monate dauerte, bis der Chef der Bäckerei ihr einen Antrag machte den sie nicht ablehnen konnte.
Was ihr aber von vornherein klar war: Nie wieder als Hausfrau verschludern. Also blieb Redd Adaire berufstätig und somit auch verheiratet. Darüberhinaus hatte die neue Redd Adaire, das Glück eine Kollegin und spätere Freundin Michelle zu treffen, mit der sie sich gemeinsam die Zeit vertreiben konnte, wenn ihr Mann mal wieder auf Geschäftsreise war.
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